Zitate von John Rutter über...



John Rutter Zitate über Chormusik:

„Die Melodie ist ein machtvoller Träger der Worte: In wunderbarer Weise vermag es den Sinn eines Textes unmittelbar in das Herz der Hörenden zu tragen.“
„Wenn ich Chorstücke komponiere, spüre ich, wie ich zu meinen frühesten Wurzeln zurückkehre, denn ich habe als Kind im Schulchor gesungen.“
„Ich erinnere mich gut daran, wie das Singen im Schulchor mir eine große Freude war. Und so ist ein Leben in und mit der Chormusik für mich zu einer tiefen, beständigen Quelle der Freude geworden.“
„Ich sage immer: Eine Kirche oder eine Schule ohne Chor gleicht einem Körper, dem die Seele fehlt. Denn unser Leben braucht eine Seele, die klingt und schwingt. Und jeder Mensch, der einmal im Chor gesungen hat, erzählt mir, dass es ihm dadurch besser geht und er verwandelt daraus hervorgeht

QUELLE all dieser Chormusik Zitate: John Rutter Interview 2017 Die Bedeutung des Chors


John Rutter Zitate über das Komponieren:

„Es ist nicht leicht, eine Melodie zu erschaffen, an die sich die Welt erinnern wird. Doch jeder Versuch ist es wert.“
„Was die klassische Musik betrifft, denke ich, die Botschaft, die ich jungen Menschen mitgeben würde, ist diese: Es ist eine äußerst harte und fordernde Disziplin. Entscheidet euch nicht für den Musikberuf, wenn ihr auch mit etwas anderem glücklich sein könntet. Denn es ist ein Weg voller Rückschläge, voller Enttäuschungen. Erfolg ist keineswegs gewiss.“
„Wer oder was hat mich dazu gebracht, zu komponieren und mein Leben der Musik zu widmen? Es ist wahr, dass man sich die Musik nicht auswählt, sondern dass DIE MUSIK einen auswählt.“
„Hättest du zu irgendeiner Zeit der Musikgeschichte bis ins späte 19. Jahrhundert Komponist werden wollen, ohne eine außergewöhnliche Gabe für Melodie, du hättest keine zehn Minuten überstanden.“

QUELLE all dieser Zitate über Komposition: Rutter Interview von Tom Sabatino auf der Konferenz der Jahrestagung 2019 der amerikanischen Chorleiter Vereinigung (American Choral Directors Association = www.acda.org)


John Rutter Zitate über sein Requiem von 1985:

„Die Idee, ein Requiem zu schreiben, kam mir erstmals 1983 oder 1984. Es gab zwei Beweggründe dafür: einen Persönlichen und einen Musikalischen. Der persönliche entsprang einer Zeit der Trauer — vor allem deshalb, weil mein Vater 1983 starb. Ich wollte seiner in der Musik gedenken, auf irgendeine Weise, und möglichst so, dass es ihm gefallen hätte.“
„Der musikalische Impuls kam, als ich mich mit dem Requiem von Gabriel Fauré beschäftigte. Im Jahr 1983 erfuhr ich, dass das Manuskript dieses großen Werkes erst kürzlich wieder ans Licht gekommen war und der wissenschaftlichen Forschung zugänglich gemacht wurde — in der französischen Nationalbibliothek.“
„Zur selben Zeit suchte ich nach einem Projekt für eine Aufnahme mit meinem Chor, den Cambridge Singers, und mir war sofort klar: Das ist etwas, das ich unbedingt mit eigenen Augen sehen muss. Und ich erinnere mich, dass ich innerhalb von 48 Stunden nach dem ich vom Gabriel Fauré Manuskript erfahren hatte, im Flugzeug nach Paris saß.“
„Der Konvention nach hat man beim Schreiben eines Requiems nur eine einzige Chance. Opern, Sinfonien und Kantaten kann man in beliebiger Zahl schreiben — doch es war fast immer so, dass Komponisten ein Requiem nur ein einziges Mal verfassen.“
„Überall, so denke ich, gehört der Tod zu den großen universellen Erfahrungen. Früher oder später erleben wir alle Verlust und Trauer. Und wenn Menschen einem Requiem lauschen, verweben sie ihre eigenen Gedanken, Erinnerungen und Erfahrungen mit der Musik.“

QUELLE all dieser Requiem Zitate: Interview von Matthew Dilley mit John Rutter im März 2010

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